Gesund, gesünder, Graubünden

Beruhigender Wald, heilsame Quellen, hochspezialisierte Kliniken und eine deutliche Statistik: Graubünden wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus.

Die Thermal- und Mineralquellen

Als Therme werden Bäder bezeichnet, deren Wasser eine Quellaustrittstemperatur von über 20°C aufweist. Herrlich geniessen lässt sich diese jahrhundertealte Therapie in den Bädern Andeer, Alvaneu, Scuol und Vals.

Nicht warm, aber voller Nährstoffe ist das Wasser der zahlreichen Mineralquellen im Kanton Graubünden. Die Therapie mit mineralhaltigem Wasser hat hier eine lange Tradition: In St. Moritz entdeckte man die älteste in Europa noch erhaltene hölzerne Heilquellenfassung aus dem Jahr 1466 vor Christus. Schon die Kelten suchten bei den sprudelnden, kohlesäure- und eisenhaltigen Wasserquellen Heilung. Der Naturheilarzt Paracelsus pries sie 1533 als «Heilquellen», nachdem er sich vor Ort von ihrer Wirkung überzeugt hatte. Rund um Scuol entspringen besonders viele und verschiedene solcher Quellen: Auf dem Mineralwasserweg lassen sich auf einer Strecke von nur sechs Kilometern über zwanzig verschiedene Zusammensetzungen degustieren. Und das kostbare Gut gibt es auch im Laden gleich bei Ihnen um die Ecke: Die international bekannten Marken Passugger, Rhäzünser und Valser machen es möglich.

Der Wald

Graubünden ist der waldreichste Kanton der Schweiz. Das macht die Region zum perfekten Ort für Anhänger des Waldbadens – einer internationalen Bewegung, die auch hier stark an Beliebtheit gewinnt. So werden etwa im Oberengadin regelmässig Kurse darin angeboten, den Wald ganz aufmerksam zu erleben, denn darum geht beim Baden unter Baumkronen. Es wird bewusst gerochen, betastet, geschaut und gelauscht. Ihren Ursprung fand die Disziplin in Japan, wo das japanische Landwirtschaftsministerium das Waldbaden schon Anfang der achtziger Jahre mit einem millionenschweren Forschungsprogramm unterstützte, um dessen gesundheitsförderliche Wirkung nachzuweisen. Es gelang: Ein achtsamer Aufenthalt im Wald verbessert nachweislich die Immunabwehr, senkt den Blutdruck, den Ruhepuls und das Stresshormon Cortisol. Verantwortlich hierfür sind die sogenannten Terpene, Duftstoffe, welche die Bäume absondern.

Die medizinischen Institutionen

Mit der Clinica Holistica eröffnete 2010 in Graubünden die erste reine Burnout-Klinik der Schweiz. Der Standort wurde nicht willkürlich gewählt: Susch liegt am Fuss des Flüela auf rund 1400 Metern über Meer. Die intakte Berglandschaft im Hochtal des Engadins und die atemberaubende Natur bieten viel Raum für Ruhe und Erholung und genug Distanz vom Alltag. Für viele Menschen stellt Susch auch eine Art Kraftort dar, wo man – geschützt durch die Berge – zu sich selbst finden und die eigenen Energieressourcen wieder stärken kann.

In Davos, der höchstgelegenen Stadt Europas, befindet sich eingebettet in Wäldern und Bergen das Schweizerische Institut für Allergie- und Asthmaforschung. Es gehört zu den weltweit führenden Einrichtungen auf seinem Gebiet. In enger Zusammenarbeit mit der dortigen Hochgebirgsklinik und dem Christine Kühne-Center for Allergy Research and Education entstand der Allergiecampus Davos, ein internationales Kompetenzzentrum für Allergie- und Asthmaforschung. Hier ist auch die Hochgebirgsklinik Davos angesiedelt. Ein multiprofessionelles Team von über 200 Mitarbeitern kümmert sich hier um Patienten mit chronischen Erkrankungen der Atemwege und macht sich dabei die heilende Gebirgsluft der Alpen zu Nutze. Das Behandlungskonzept besticht durch einen ganzheitlichen Ansatz, der im Bewusstsein gründet, dass zwischen körperlichen Leiden und psychischer Befindlichkeit eine enge Verbindung besteht.

 

Die AO Foundation ist eine medizinische Gesellschaft mit internationalem Renommee, die sich auf die innovative Behandlung von Knochenfrakturen spezialisiert hat. So entwickelt sie neuartige Verfahren für die klassische Unfallchirurgie, aber auch für hochsensible Bereiche wie die Wirbelsäule oder Gesichtsfrakturen – sie pflegt ein Netzwerk von mehr als 16'000 medizinischen Experten und engagiert sich stark in Lehre und Forschung.

Die Statistik

Aus dem Gesundheitsreport des Kantons Graubünden geht hervor: Bündner fühlen sich nicht nur gesünder als der Rest der Schweiz – sie sind es auch. Nur 30 Prozent der Bündner sind von einem lang andauernden Gesundheitsproblem betroffen – zwei Prozentpunkte weniger als der Landesdurchschnitt (31,9 Prozent). Besonders auffällig: Der Anteil der Personen mit einer mittleren bis starken psychischen Belastung liegt signifikant tiefer als der gesamtschweizerische Durchschnitt, ebenso verhält es sich mit Einsamkeitsgefühlen.

CEDES

Kein Ächzen, kein Stöhnen

Klims Saikins hat als Photonics-Student und Elektroniker bei der Firma CEDES in Landquart alle Hände voll zu tun. Kein Problem: Lernen, so scheint es, ist für ihn lebenswichtig.

Hamilton

Brasilianische Ingenieurin mit Rythmusgefühl

Regina Alves ist eine Pendlerin – zwischen Bühne und Büro, zwischen Herz und Hirn, zwischen Südamerika und der Schweiz. Daheim fühlt sie sich überall dort, wo eine Herausforderung wartet.

Polycontact

Von Fräsen und Forellen

Clau Deplazes ist in Graubünden geboren, geblieben und glücklich: Die Gründe dafür liegen in einem idealen Zusammenspiel aus Arbeit und Freizeit.